Während Dübendorfs Wohn- und Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden schiessen, geht die äusserlich eher unscheinbare Collini AG zahlenmässig Richtung 0 – aber nur in Sachen CO2-Emissionen! Denn was am Schweizer Standort Dübendorf umgesetzt wird, ist wahrlich gross und lobenswert.
Als energie- und elektrizitätsintensives Unternehmen hat auch die Collini AG eine Zielvereinbarung mit Bund und Kantonen. Wo andere Dekarbonisierungspläne noch erstellen, setzt die Collini Dübendorf dieses Jahr den ersten Meilenstein und reduziert ihre CO2-Emissionen um sagenhafte 24 %.
Truth be told: Wir ersetzen die Ölheizung gegen Erdgas und— „Moment,“ rascheln die Zürcher Gesetze, „das ist so doch gar nicht erlaubt!“ Stimmt. In weiser Entscheidung hat der Kanton Zürich den 1:1-Ersatz fossiler Heizungen im Wohnbereich an Auflagen geknüpft. Und stimmt auch nicht. Das Energiegesetz gestattet Gemeinden mit dem Art. 11 Abs. 6 EnerG „die zeitlich begrenzte Bewilligung anderer Lösungen“, sofern mittelfristig die gesetzlichen Ziele erfüllt werden. Da stellt sich schon die Frage, weshalb wir dazu diesen Post schreiben.
Erstens, sind denn 24 % Scope 1 Reduktion nicht gut genug? Und zweitens ist die bis 2035 bewilligte Erdgas-Übergangsheizung genau das: Einer der Meilensteine zur Dekarbonisierung. Den nächsten setzen wir dank dem BFE und Patrice André Maurer mit der Pinch-Analyse, die zwischenzeitlich wegen Zielvereinbarungs-Projekten ruhen musste. Deren Ziel: WRG-Potenziale quantifizieren, den zukünftigen Energiebedarf modellieren und Wärmepumpen-Integration(en) zur Dekarbonisierung ausarbeiten.
„IntegrationEN? Aber ein grosser Brummer reicht doch.“ Nein, da fehlt die Redundanz für die Prozesswärme, die soll auch dekarbonisiert und vor allem „de-elektrifiziert“ werden. Aktuell werden die Galvanikbäder mittels Stromheizungen beheizt und diese sollen schrittweise in der ganzen Collini-Gruppe weltweit eliminiert werden. Deshalb Wärmepumpen-Integration(en), denn die Collini Dübendorf erarbeitet und erforscht mit der DM Energieberatung AG im kleinen Rahmen das zukünftige Wärmekonzept, das inskünftig hochskaliert und dessen Knowhow transferiert werden soll.
Energieeffizienz ist aber nicht nur ein Herzanliegen der Collini AG, sondern auch die Glattwerk AG ist bei dieser Transformation mit dabei. Genauer Markus Thoma, Mitglied der Geschäftsleitung, denn im zukünftigen Wärmehaushalt könnte auch die Fernwärme ihren Platz haben. „Könnte? Übergabestation ins Haus und basta!“ Und die Kosten? Die Versorgungssicherheit? Vor allem wollen wir sicherstellen, dass alle internen bereits vorhandenen und sinnvollen Wärmequellen genutzt werden, ehe externe Quellen dazukommen. Denn auch das ist Effizienz und Nachhaltigkeit: Wärmerückgewinnung, wovon es in der Abluft und der Verdunstungswärme der Galvanikbäder eine ganze Menge hat.
„Ok, klingt schwierig. Kann die DM jetzt auch verrohren und schweissen?!“ Schwitzen Ja, Schweissen Nein, aber dafür steht uns allen ein starker Partner zur Seite: Liebe Rebecca Amann, lieber Markus Amann der Gebr. Amann, wir bedanken uns herzlich für euer Engagement, euer einzigartiges Fachwissen im Bereich „Wärmeversorgung der Galvanikindustrie“ und dass mit euch alle Arbeiten Hand in Hand zum Erfolg führen, ohne dass etwas versandet oder untergeht. An dieser Stelle sei auch die Omneo AG in Dübendorf bedankt, die in behördlicher Funktion die Private Kontrolle des Heizungsgesuches durchgeführt hat.
Man sieht: „Kleine Sache“, so ein Heizungsersatz, aber grosse Wirkung, die Experten ganz vieler Bereiche zusammenbringt und zum Erfolg führt dank der Begeisterung im…
T ogether
E veryone
A chieves
M ore
Das Commitment der Collini AG zum Umweltschutz setzt Massstäbe – einmal mehr. Wir danken, bei solch einem wegweisenden Leuchtturmprojekt bescheiden mitwirken zu dürfen.